Schnelleinstieg Reader

Home|Suche|Sitemap|Webmail |English

Startseite FSU

Selbstheilende Materialien


Die Prinzipien der Selbstheilung auch auf Materialien zu übertragen, die nicht von der Natur, sondern von Menschen geschaffen sind, ist das Ziel, das die Chemiker um Prof. Schubert im Rahmen des neueingerichteten Schwerpunktprogramms (SPP) "Design and Generic Principles of Self-Healing Materials" verfolgen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Programm, das von Prof. Schubert koordiniert wird, in den kommenden drei Jahren mit jährlich rund zwei Millionen Euro (die Schwerpunktprogramme der DFG arbeiten in der Regel sechs Jahre). Im Laufe des Jahres 2010 wird eine Ausschreibung der DFG erfolgen, bei der sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland beteiligen können. Neben den Chemikern der Uni Jena sind als Leitungsteam Prof. Dr. Peter Greil (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Prof. Dr. Christoph Leyens (Technische Universität Dresden) und Prof. Dr. Sybrand van der Zwaag (Technical University Delft, Niederlande) an dem neuen SPP beteiligt.

Materialien, die einen mechanischen Schaden ausheilen können und dadurch ihre ursprüngliche Funktion ganz oder teilweise wieder erlangen, sind nicht nur von wissenschaftlichem Interesse, sondern auch von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. So bietet sich beispielsweise im Bereich langlebiger Baumaterialien ein weites Feld möglicher Anwendungen, speziell an schwer zugänglichen Orten (wie Tunneln oder U-Bahn-Schächten). Auch als Beschichtung von stark beanspruchten Oberflächen, z. B. Straßenbelägen oder Autolacken, bieten selbstheilende Materialien deutliche Vorteile gegenüber bisherigen Werkstoffen.

Meldung vom: 05.05.2010 12:16 Uhr
zurück | vor